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Cão de agua Português

Cão de agua Português

Weitere Namen / Varietäten:

Portugiesischer Wasserhund

FCI-Klassifizierung

Gruppe 8, Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
Sektion 3, Wasserhunde

FCI-Nummer 037

Cão de agua Português» zur Kurzbeschreibung

Rassestandard
(unter Einbeziehung des FCI-Standards vom: 22.01.1999)

Verwendung:

Als hervorragender Schwimmer und Taucher ist dieser Hund ein unzertrennlicher Gefährte der Fischer, denen er unzählige Dienste leistet, nicht nur beim Fischen, sondern auch als Hüter und Verteidiger ihrer Schiffe und ihrer Güter. Während sein Meister am Fischen ist, passt er gut auf und springt unaufgefordert ins Meer und taucht wenn nötig, um entwichene Fische einzufangen und zurückzubringen; er handelt genau gleich, wenn etwa ein Netz reisst oder ein Tau sich loslöst. Er gewährleistet zudem schwimmend die Verbindung hin und her zwischen dem Schiff und dem Festland, auch wenn die Entfernung recht groß ist.

Geschichte:

Früher war der portugiesische Wasserhund längs der ganzen Küste Portugals ansässig. Heute, infolge der ständigen Modernisierung des Fischereiwesens, wird er hauptsächlich in der Provinz Algarve angetroffen, die heute als sein Ursprungsgebiet gilt. Da er schon seit sehr langer Zeit die Küsten Portugals bewohnt, ist dieser Wasserhund als eine portugiesische Nationalrasse anzuerkennen

Proportionen:

Hund von mittleren Proportionen und von Bracken-artigem Typus mit leicht konvexen bis geraden Profillinien. Er ist harmonisch in seinen Proportionen, ausgewogen, kräftig und gut bemuskelt. Die Muskulatur ist wegen der häufigen Schwimmübungen bemerkenswert entwickelt.

Verhalten / Wesen:

Er hat ein heftiges Temperament, ist eigenwillig, stolz, streitsüchtig, genügsam und uner-müdlich. Sein Ausdruck ist streng, sein Blick durchdringend und aufmerksam. Das Sehvermögen ist sehr ausgeprägt und der Geruchsinn bemerkenswert. Er ist außergewöhnlich intelligent und versteht und gehorcht freudig allen Befehlen seines Meisters.


Kopf:

Gut proportioniert, groß und breit.
Oberkopf:
Schädel: Von der Seite gesehen ist er etwas länger als der Fang. Seine Wölbung ist occipital ausgeprägter und der Hinterhauptskamm ist markant. Von vorne gesehen ist das Scheitelbein parietal gewölbt, mit einer leichten Einsenkung in der Mitte. Die Stirnfurche verlängert sich sagittal bis zu 2/3 des Scheitelbeins. Die Augenbrauenbogen sind vorstehend.
Stop: Gut ausgeprägt, etwas weiter hinten als die inneren Augenwinkel gelegen.
Gesichtsschädel:
Nasenschwamm: Breit; Nasenlöcher gut geöffnet und fein pigmentiert. Er ist bei schwarzem, weißem und schwarz-weissem Haarkleid von schwarzer Farbe; bei braunem Haarkleid ist der Nasenspiegel braun; er darf nie fleischfarben sein.
Fang: An seiner Basis breiter als vorne bei der Nase.
Lefzen: Dick, besonders vorne; Mundwinkel nicht sichtbar; Mund-schleimhaut (Gaumendach, unter der Zunge, Zahnfleisch) betont schwarz pigmentiert.
Kiefer / Zähne: Kräftige Kiefer, Zahnschlub normal. Gute, nicht sichtbare Zähne. Eckzähne kräftig und gut entwickelt.
Augen: Mittelgroß, weder eingesunken noch vorstehend, rundlich, weit auseinanderliegend und leicht schräg eingesetzt. Die Iris ist von schwarzer oder brauner Farbe. Die feingeweblichen Augenlider haben schwarze Ränder. Die Augenbindehaut ist nicht sichtbar.
Ohren: Höher als die Augenlinie angesetzt, am Kopf anliegend getragen, wobei der hintere Rand des Ohres leicht abgehoben ist; herzförmig, dünn; die Spitze des Ohres soll den Rand der Kehle nicht überragen.

Hals:

Gerade, kurz, rundlich, bemuskelt, frei und ungezwungen getragen; harmonisch am Rumpf angesetzt; ohne Halskrause, keine Wamme.

Körper:

Widerrist: Breit und nicht vorstehend.
Rücken: Gerade, kurz, breit und gut bemuskelt.
Lenden: Kurz, gut an der Kruppe angesetzt.
Kruppe: Gut geformt, leicht schräg abfallend; Hüfthöcker symmetrisch und wenig sichtbar.
Brust: Breit und tief; nach unten bis zum Ellenbogen reichend. Rippen lang und gut gewölbt, was eine große Atemkapazität ermöglicht.
Bauch: Von reduziertem Umfang, elegant aufgezogen.

Rute:

Nicht kupiert, am Ansatz dick, gegen die Spitze zu dünner werdend. Mittelmäßig hoch angesetzt, nicht weiter als bis zum Sprunggelenk reichend. Wenn der Hund aufmerksam ist, wird sie ringförmig gerollt getragen, nicht weiter nach vorne als bis zur mittleren Lendengegend. Die Rute ist eine wertvolle Hilfe beim Schwimmen und Tauchen.

Gliedmaßen:

Stellung : Die Vorder- und Hinterläufe sind korrekt senkrecht gestellt. Vorder- und Hintermittelfuß dürfen etwas schräg nach vorne gestellt sein.
Vorderhand: Kräftig, gerade.
Schulterblatt : Von der Seite und quer gesehen gut schräg gelagert, mit stark entwickelter Muskulatur.
Oberarm: Kräftig und von mittlerer Länge. Parallel zur mittleren Achse des Körpers.
Unterarm: Lang und stark bemuskelt.
Vorderfußwurzel : Kräftig entwickelte Knochen, von vorne gesehen breiter als von der Seite.
Vordermittelfuß: Lang und kräftig.
Vorderpfote : Rundlich und flach, mit wenig gewölbten Zehen mittlerer Länge. Die schlaffe Interdigitalmembran erstreckt sich über die ganze Länge der Zehen und ist reichlich mit langem Haar versehen. Schwarze Krallen werden bevorzugt, aber der Farbe des Haarkleides entsprechend sind auch weisse, gestreifte und braune Krallen zulässig. Die Krallen reichen nicht ganz bis zum Boden. Der zentrale Fußballen ist hart und dick, die übrigen Ballen sind von mittlerer Dicke.
Hinterhand: Stark bemuskelt, gerade.
Keulen : Lang und gut gerundet.
Oberschenkel: Kräftig und von mittlerer Länge; sehr gut bemuskelt.
Knie: Bewegt sich parallel zur mittleren Achse des Körpers.
Unterschenkel: Lang und sehr gut bemuskelt, parallel zur mittleren Körperachse. Von vorne nach hinten gut schräg gestellt. Die ganze Sehnen-und Bänderstruktur ist kräftig.
Sprunggelenk: Kräftig.
Hintermittelfuß: Lang; keine Afterkrallen.
Hinterpfoten: In allen Belangen mit den Vorderpfoten überein-stimmend.

Gangwerk:

Bewegungsablauf ungezwungen, Schritt kurz, Trab rhythmisch und leicht, Galopp energisch.

Haarkleid:

Haar: Der ganze Körper ist reichlich von widerstandsfähigem Haar bedeckt.Keine Unterwolle. Es existieren zwei Haarvarietäten; gewelltes Langhaar und kürzeres gekräuseltes Haar. Bei der ersteren Varietät ist das Haar leicht glänzend und von weicher Konsistenz. Bei der zweiten ist das Haar kürzer, dicht, matt und bildet zylindrische Strähnen. Ausser in den Achselhöhlen und in den Leistenbeugen ist das Haar am ganzen Körper regelmäßig verteilt. Am Kopf bildet sich ein aufrechter Haarschopf aus gewelltem Haar bei der Langhaar-Varietät, oder aus gekräuseltem Haar in der anderen Varietät. Bei der Langhaar-Varietät ist das Haar an den Ohren länger.
Farbe: Das Haar ist einfarbig oder mehrfarbig : die Einfarbigen sind weiss, schwarz oder braun in verschiedenen Farbintensitäten, die anderen zeigen Mischungen von Schwarz oder Braun mit Weib. Ein weißes Haarkleid ist kein Anzeichen von Albinismus, sofern der Nasenspiegel, die Ränder der Augen und die Mundschleimhaut schwarz pigmentiert sind. Bei den Hunden mit schwarzer, weißer oder schwarz- weißer Haarfarbe ist die Haut leicht bläulich. Wenn das Haar sehr lang wird, wird es bei dieser Rasse in charakteristischer Art und Weise teilweise geschoren : die hintere Körperhälfte, der Fang und die Rute, wobei am Ende der Rute jedoch eine kleine Quaste belassen wird.

Maße / Gewicht:

Widerristhöhe Rüde: ca. 50 cm bis ca. 57 cm
Widerristhöhe Hündin: ca. 43 cm bis ca. 52 cm
Gewicht Rüde: ca. 19 kg bis ca. 25 kg
Gewicht Hündin: ca. 16 kg bis ca. 22 kg
Anmerkung: MASSE Rüden Hündinnen cm Kopf : Länge des Schädels 12,5 11 Breite des Schädels 11 9,5 Länge des Nasenrückens 9 7 Brust Umfang 61 56 Breite 15 13 Tiefe 21 18 Obere Linie : Länge des Rumpfes 45 40 Breite des Rumpfes 11,5 10 Länge : des Körpers 51 45 der Rute 32 27 Grösse : am Widerrist 54 46 Vom Boden zum Ellen- 29 25 bogen an der Kruppe 52 46


Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Ausschließende Fehler:

Kopf : Sehr lang, schmal, flach, zugespitzt.
Nasenschwamm: Ganz oder teilweise fleischfarben.
Fang: Trichterförmig oder spitz.
Kiefer: Prognathismus (Vor- oder Rückbib).
Augen: Glasauge, helle Augen, Augen verschieden in Form und Größe, stark vorstehend oder tief eingesunken.
Ohren: Schlecht angesetzt, zu groß, zu kurz, gefaltete Ohren.
Rute: Kupiert, angeborene Stummelrute, Anurie; schwere Rute; während der Arbeit hängend oder gerade aufgerichtet.
Hintermittelfuß: Vorhandene Afterkrallen.
Haarkleid: Albinismus, Haarkleid anders als im Standard beschrieben.
Größe: Über- oder Untergröße.
Taubheit : Angeboren oder erworben.

NB:

Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 
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