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Ceský Fousek

Ceský Fousek

Weitere Namen / Varietäten:

Böhmisch Rauhbart

FCI-Klassifizierung

Gruppe 7, Vorstehhunde
Sektion 1, Kontinentale Vorstehhunde
1.3, Griffon
FCI-Nummer 245

Ceský Fousek» zur Kurzbeschreibung

Rassestandard
(unter Einbeziehung des FCI-Standards vom: 07.08.1998)

Verwendung:

Vorstehhund

Geschichte:

Der Cesky Fousek war in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg der am meisten geführte rauhhaarige Vorstehhund auf dem Gebiete der damaligen CSSR. Der erste Weltkrieg und seine Auswirkungen bewirkten, dab der Cesky Fousek Mitte der zwanziger Jahre fast vor dem Aussterben stand. Man ist an eine Regenerierung dieser Rasse herangetreten. Die Grundlage für die Regenerierung bildeten einige ursprüngliche typische Einzeltiere, aus welchen durch planmäßige Zucht der moderne Typ des Cesky Fousek herangezüchtet wurde; er nimmt gegenwärtig zahlenmäßig die zweite Stelle unter den in den tschechischen und slowakischen Republiken verwendeten Jagdhunderassen ein.

Proportionen:

Der Cesky Fousek ist ein mittelgroßer, edler, rauhhaariger Vorstehhund, dessen Erscheinung von Ausdauer und Kraft zeugt. Er ist allseitig verwendbar, da er über angeborene Eigenschaften für Feld-, Wasser- sowie Waldarbeit verfügt. Trotz seiner angeborenen Raubzeugschärfe ist er leicht zu führen und seinem Meister sehr anhänglich.


Kopf:

Der trockene, etwas schmale und lange Kopf ist auf dem Hals hoch aufgesetzt. Der Fang ist etwas länger als der Schädel und der Nasenrücken ist mäßig gewölbt (Ramsnase).
Oberkopf:
Schädel: Der Schädel ist in der oberen Stirnpartie und am Oberkopf mäßig gewölbt und geringfügig abgerundet; bei Rüden etwas breiter als bei Hündinnen. Die Augenbrauenbogen sind deutlich und markant, so dab sie den Eindruck einer Eckigkeit des Kopfes hervorrufen und tiefere Augenhöhlen bilden. Das Hinterhauptbein ist nur geringfügig ausgebildet.
Stop: Der Stirnabsatz verläuft mäßig, jedoch merklich zur Stirn hin.
Gesichtsschädel:
Nasenschwamm: Die Nasenkuppe ist breit mit offenen Nasenlöchern und empfindlichen Nüstern. Die Farbe der Nasenkuppe muss stets dunkelbraun sein.
Fang: Der Fang wird von den Augen zur Nasenkuppe hin mäßig schmäler.
Lefzen: Die mittelstark entwickelten Lefzen schließen den Fang elastisch ab, wobei die obere Lefze mäßig überhängt.
Kiefer / Zähne: Die Kinnbacken sind kräftig, zeichnen sich genau ab und sind gut bemuskelt. Das Gebiss ist stark, mit vollständigem Scherengebiss.
Augen: Die mandelförmigen Augen sind von gutmütigem Ausdruck und offenbaren eine scharfsinnige Natur. Das Auge soll tief eingesetzt, dunkelbernstein-bis satt kastanienfarbig sein. Die Augenlider liegen dem Auge, das sie voll einschließen, an und sind gut entwickelt, von grauschwarzer Farbe.
Behang: Der Behang ist hoch und breit angesetzt, gegen die Spitze zu merklich schmäler werdend. Die Behanglänge erreicht zwei Drittel der Backenpartie und das Behangende ist mäßig abgerundet. Der Behang muss dem Kopf gut anliegen.

Hals:

Der Hals ist mittellang mit gut entwickelter Muskulatur, jedoch trocken und am Widerrist hoch angesetzt. Der Nacken ist mäßig gewölbt.

Körper:

Rücken: Der kurze, stramme Rücken fällt vom gut ausgeprägten Widerrist gegen die Kruppe hin ab.
Lenden: Die Lenden sind kurz, verhältnismäßig breit und mäßig gewölbt.
Kruppe: Die Kruppe ist mäßig abfallend, hinlänglich breit und zweckmäßig lang.
Brust: Die Brust mit dem Schulterblatt hat von vorne gesehen die Form einer Leier. Der Brustkorb muss oval und seine Breite zum gesamten Körperbau proportioniert sein. Der untere Brustteil muss mindestens bis zum Ellenbogengelenk reichen. Die Vorderbrust soll gut entwickelt sein; das Brustbein ist bei Seitenansicht deutlich nach vorne hervortretend. Der Brustkorb wird durch gewölbte Rippen gebildet, die seiner ganzen Länge nach proportioniert angeordnet sind.
Bauch: Der Bauch soll etwas aufgezogen sein, damit er eine richtige Bewegung ermöglicht; er darf jedoch nicht den Eindruck von Magerkeit machen.

Rute:

Das Kreuzbein muss so gelagert sein, dab durch die Muskeln die Haltung der Rute nicht beeinflubt wird, die waagrecht oder nur ganz geringfügig hochgehoben getragen wird. Sie soll derart angesetzt sein, dab sie eine Verlängerung der Rückenlinie bildet. Sie ist mittelstark und wird um drei Fünftel ihrer Länge gekürzt.

Gliedmaßen:

Vorderhand:
Schultern: Das Schulterblatt zeichnet sich durch gut entwickelte Muskulatur aus; die Schulter soll richtig schräg gelagert sein und mit dem Oberarmknochen einen stumpfen Winkel bilden.
Ellenbogen: Er muss fest gebaut und mit Muskeln gut umfabt sein.
Unterarm: Er ist senkrecht und gerade, mit ausgeprägter, trockener Muskulatur.
Vordermittelfuß: Er soll verhältnismäßig kurz sein, fast senkrecht stehen und nur mäßig nach vorne gerichtet sein.
Vorderpfoten: Kompakt, von stumpf löffelartiger Form, mit gut gewölbten eng aneinanderliegenden Zehen, die mit festen Krallen von dunkelgrauer bis schwarzer Farbe ausgestattet sind. Die Ballen sind dick und derb, voll pigmentiert; zwischen den Zehen befindet sich ein merklicher, verkümmerter Rest einer Schwimmhaut.
Hinterhand:
Becken : Entsprechend lang.
Oberschenkel: Breit; mit gut entwickelter Muskulatur.
Unterschenkel: Der schräg nach rückwärts gerichtete Unterschenkel muss eine richtige Winkelstellung aufweisen, die eine fließende Bewegung ermöglicht.
Sprunggelenk: Nicht zu hoch angesetzt, trocken, mit langem, nur mäßig abstehendem Fersenbein.
Hintermittelfuß: Fast senkrecht gestellt, kurz und entsprechend stark.
Hinterpfoten: Von derselben Form wie die Vorderpfoten; vorkommende Afterkrallen werden entfernt.

Gangwerk:

Die Bewegungsmechanik ist vollkommen regelmäßig im Schritt sowie im Trab, wobei die Rückenlinie fast ohne Ausschlag bleibt und die Fubstapfen sich beim Traben sozusagen decken.

Haarkleid:

Haar: Die Behaarung besteht aus drei Haarsorten :
Die weiche, dichte Unterwolle, 1,5 cm lang, verhindert das Durchdringen der Feuchtigkeit zur Haut; im Sommer fällt sie fast gänzlich aus.
Das Deckhaar ist 3-4 cm lang, zweckmäßig hart und derb, gut aufliegend.
Die Grannen sind 5-7 cm lang, besonders hart und gerade. Markant sind sie vor allem an der Vorderbrust, Rückenlinie, den Weichen und den Schultern.
An den vorderen und hinteren Gliedmaßen ist das Haar auf der Vorderseite kürzer und derb, an der Hinterseite länger mit Befederung. Die Rute darf an der Unterseite keine sog.Bürste aufweisen.
Behaarung des Kopfes : Am Unterkiefer sowie an den Lefzen befindet sich ein längeres und weicheres Haar, das einen für diese Rasse typischen Bart bildet. Das Haar der Augenbrauen ist markant, schräg nach oben gerichtet. Die Stirn, der Oberkopf und die Backen sind mit einem kurzen und derben Haar bedeckt. Der Behang ist mit einem kurzen, weichen, eng anliegenden Haar bedeckt.
Farbe: Die zulässigen Haarfarben sind :
Dunkelschimmel mit oder ohne braunen Platten.
Braun mit melierten Abzeichen an der Vorderbrust und an den unteren Partien der Gliedmaßen.
Braun ohne jegliche weitere Abzeichen.

Maße / Gewicht:

Widerristhöhe Rüde: ca. 60 cm bis ca. 66 cm
Widerristhöhe Hündin: ca. 58 cm bis ca. 62 cm
Gewicht Rüde: ca. 28 kg bis ca. 34 kg
Gewicht Hündin: ca. 22 kg bis ca. 28 kg


Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.
Unrichtiges Verhältnis zwischen der Länge des Körpers und der Widerristhöhe.
Kurzer, keilförmiger oder runder Kopf.
Hervortretende Augen. Andere als im Standard angeführte Augenfarbe.
Zu tief angesetzter oder zu langer Behang.
Zu kurzer, zu starker Hals mit lockerer Haut.
Wenig deutlicher Widerrist.
Steile Kruppe.
Ungenügend entwickelte Vorderbrust. Wenig ausgeprägtes Brustbein.
Senkfuss oder Hasenpfote. Zu üppig behaarte Pfote.
Zu feines Haar, zu kurze oder zu lange Behaarung.
Bart und Augenbrauen nicht markant genug entwickelt.
Pigmentmangel.
Überwiegen der weißen Haarfarbe (Schecken sind unzulässig).

HAUPTABMESSUNGEN : Rüde Hündin
Körpergewicht 34 kg 25 kg
Schulterhöhe 63 cm 60 cm
Kopflänge 28 cm 23 cm
Schädellänge 14 cm 11 cm
Schädelbreite 12 cm 10 cm
Nasenrückenlänge 13 cm 11 cm
Brustkorbbreite 20 cm 18 cm
Brusttiefe 25 cm 23 cm
Rumpflänge 56 cm 53 cm
Brustumfang hinter den Ellenbogen 80 cm 72 cm
Brustumfang bei der letzten Rippe 72 cm 64 cm
WINKELUNGEN :
Zwischen Schulterblatt und Oberarm 110°
Zwischen Oberarm und Radius 135°
Zwischen Hüfte und Oberschenkel 110°
Zwischen Ober- und Unterschenkel 125°
Zwischen Unterschenkel und
Hintermittelfuß 135°
Hunde, die deutlich physische Abnormitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

NB:

Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 
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